Otto-Hirsch-Gedenkmedaille für Traute Peters

03.02.12 | 18:18 | 

Von: Bettina Hertel

Die Evangelischen Frauen in Württemberg gratulieren der langjährigen früheren Geschäftsführerin

Traute Peters

Am Donnerstag, 2. Februar, ist Traute Peters im Stuttgarter Rathaus die Otto-Hirsch-Gedenkmedaille verliehen worden. Die Evangelischen Frauen in Württemberg, Nachfolgeorganisation der Frauenarbeit und des Frauenwerks der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, gratulieren der langjährigen Geschäftsführerin der Frauenarbeit zu dieser wichtigen Auszeichnung.

 

Im Rahmen einer Feierstunde überreichte Oberbürgermeister Schuster die Medaille. Mit der Auszeichnung ehrt die Landeshauptstadt gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Stuttgart und der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs Persönlichkeiten, die sich für die christlich-jüdische Verständigung verdient gemacht haben. Die Verleihung erfolgte in Anerkennung ihres langjährigen Engagements - seit 28 Jahren - bei Veranstaltungen der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg und der Women´s International Zionist Organisation. Durch ihre aktive Mitarbeit hat sie, so wurde es hervorgehoben, besonders die Integrationsarbeit der GUS-Kontingentflüchtlinge „mit Herz und Hand“ unterstützt.

 

Traute Peters wurde 1937 in Marienburg in Westpreußen geboren, 1945 musste sie in den Westen fliehen und wurde Pflegetochter in einem evangelischen Pfarrhaus in Württemberg. Nach der Schulzeit arbeitete die gelernte Heimerzieherin im Martinshaus Altshausen. Einen Abschluss als Katechetin machte sie im Jahr 1966, ab 1965 war sie an verschiedenen Kornwestheimer Schulen tätig. Ab September 1972 wurde sie Geschäftsführerin der Frauenarbeit der Landeskirche in Württemberg, wo sie fast 27 Jahre bis 1999 tätig war. Ihre Wahl wurde damals im Vorstand durch ihre bisherige Tätigkeit und „die Art, wie sie ihre Arbeit auffasst“ begründet. Auch seit ihrem Ruhestand ist sie in vielen Bereichen ehrenamtlich aktiv, so unterstützt sie die Arbeit des Kirchentags, des Gustav-Adolf-Werks, die ehrenamtliche Arbeit der Stiftskirche und beteiligt sich bei den „Freundinnen der Frauenarbeit“. Ebenso setzte sie ihr langjähriges Engagement in Zusammenarbeit mit der jüdischen Frauenorganisation WIZO fort.

 

„Frau Peters ist für die Landeskirche ein Glücksfall“, betonte Landesbischof i. R. Eberhardt Renz im Stuttgarter Rathaus in seiner Würdigung von Traute Peters. „Ich habe nur meine Talente eingesetzt und meine bewährte Handarbeit“, war ihre eigene Einschätzung. Für die Zusammenarbeit von Gruppen unterschiedlicher Religionen gelte für sie: „Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ist ein Erfolg.“ Die Sprecherin des Vorstands der Israelitischen Religionsgemeinschaft, Barbara Traub, dankte Traute Peters mit den Worten: „Sie überschreiten die Grenzen der unterschiedlichen Kulturen und Religionen mit Gelassenheit. Wenn es etwas zu tun gibt, sind Sie da, immer mit Hand und Herz.“

Ihre eigene Arbeitseinstellung gemäß Gustav Werner – „was nicht zur Tat wird, hat keinen Wert“ – machte Traute Peters auch für den Austausch zwischen christlichen und jüdischen Vertriebenen fruchtbar. Einstimmig hatten die Mitglieder des Vergabeausschusses der Otto-Hirsch-Medaille für sie votiert. Die Evangelischen Frauen in Württemberg teilen die Auffassung, dass das Engagement  von Traute Peters im christlich-jüdischen Dialog vorbildlich und wegweisend ist.

 

Bettina Hertel

 

weitere Links:

 

http://www.elk-wue.de/landeskirche/meldungen-landeskirche/detail/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=34881&tx_ttnews%5BbackPid%5D=68168&no_cache=1

 

Dateien:
PM_Traute_Peters_Otto-Hirsch-Medaille.pdf

Pflege braucht Zukunft - EFW Unterschriftenaktion 2012

Frauen fordern Reformen:

Weichen stellen: Pflege braucht Zukunft

Informationen und Downloads hier

Cascade

Der Newsletter der Evangelischen Frauen in Württemberg erscheint zweimal jährlich.

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe vom Herbst 2011 als PDF.