Pressemitteilung gegen Kinderpornographie

10.02.09 | 17:39 | 

 

Breites landesweites Bündnis unterstützt die Initiative des

Bundesfamilienministeriums zum Verbot der Kinderpornographie im

Internet

Die Arbeitsgemeinschaft der LandFrauenverbände in Baden-Württemberg, der

Landesfrauenrat Baden Württemberg, der Landesfamilienrat Baden Württemberg,

die Landjugend Württemberg-Baden, das Diakonische Werk Württemberg, der

Landesjugendring Baden Württemberg, die Evangelischen Frauen in Württemberg

und der Landesseniorenrat Baden Württemberg unterstützen die von Bundesfamilienministerin

Ursula von der Leyen auf den Weg gebrachte Initiative. Zum 10.

Februar, dem „Safer Internet Day 2009“, fordern diese Verbände mit Nachdruck,

den Zugriff auf Internetseiten mit Kinderpornographie gesetzlich zu unterbinden.

Vor kurzem forderte Uto R. Bonde, Vorstandvorsitzender des Deutschen

Familienverbandes Baden-Württemberg: "Der im Grundgesetz verankerte Schutz

von Kindern und Jugendlichen muss bei einer Abwägung Vorrang vor dem

Anbieterschutz haben.“

Die polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet einen konstanten Anstieg bei Besitz,

Beschaffung und Verbreitung von Kinderpornographie - allein von 2006

(3.271 Fälle) auf 2007 (6.206 Fälle) ist dies eine Steigerung um fast 100 Prozent.

Dabei zeichnet sich ab, dass die Opfer immer jünger werden. Einzelne

Kinderpornographische Videos wurden bis zu 50.000 Mal pro Monat aus dem Netz

herunter geladen. Über diese Downloads nehmen die Betreiber mit

kinderpornographischen Seiten monatlich Millionenbeträge ein. Dadurch werden

Kinder direkt und massiv gefährdet.

Die Verbände in diesem Bündnis fordern:

1. Internetseiten mit Kinderpornographie nach dem Vorbild der skandinavischen

Länder gesetzlich zu sperren.

2. Stärkung der Kompetenz von Kindern, Jugendlichen und Eltern im Umgang

mit neuen Medien und mit sensiblen Daten.

3. Dauerhafte Absicherung der Arbeit von Überwachungseinrichtungen wie

z.B. "jugendschutz.net", welches als gemeinsame Stelle der Länder

jugendschutzrelevante Angebote im Internet überprüft, auf die Einhaltung

von Jugendschutzbestimmungen hinwirkt und mit Internet-Beschwerdestellen

im europäischen und außereuropäischen Ausland kooperiert.

4. Um Kindern, die von sexueller Gewalt betroffen sind, wirksam zu helfen,

braucht es ein gut ausgestattetes Hilfesystem. Eine wesentliche Voraussetzung

dafür ist die ausreichende und regelhafte Förderung insbesondere

der Beratungsstellen und Schutzeinrichtungen.

Stuttgart, 6. Februar 2009

Dateien:
Gegenkinderpornographie.pdf

WGT 2012 Kampagne

Unterschriftenaktion zum Thema
„Situation von Hausangestellten in Malaysia“
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EFW Unterschriftenaktion zum WGT

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