Breites landesweites Bündnis unterstützt die Initiative des
Bundesfamilienministeriums zum Verbot der Kinderpornographie im
Internet
Die Arbeitsgemeinschaft der LandFrauenverbände in Baden-Württemberg, der
Landesfrauenrat Baden Württemberg, der Landesfamilienrat Baden Württemberg,
die Landjugend Württemberg-Baden, das Diakonische Werk Württemberg, der
Landesjugendring Baden Württemberg, die Evangelischen Frauen in Württemberg
und der Landesseniorenrat Baden Württemberg unterstützen die von Bundesfamilienministerin
Ursula von der Leyen auf den Weg gebrachte Initiative. Zum 10.
Februar, dem „Safer Internet Day 2009“, fordern diese Verbände mit Nachdruck,
den Zugriff auf Internetseiten mit Kinderpornographie gesetzlich zu unterbinden.
Vor kurzem forderte Uto R. Bonde, Vorstandvorsitzender des Deutschen
Familienverbandes Baden-Württemberg: "Der im Grundgesetz verankerte Schutz
von Kindern und Jugendlichen muss bei einer Abwägung Vorrang vor dem
Anbieterschutz haben.“
Die polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet einen konstanten Anstieg bei Besitz,
Beschaffung und Verbreitung von Kinderpornographie - allein von 2006
(3.271 Fälle) auf 2007 (6.206 Fälle) ist dies eine Steigerung um fast 100 Prozent.
Dabei zeichnet sich ab, dass die Opfer immer jünger werden. Einzelne
Kinderpornographische Videos wurden bis zu 50.000 Mal pro Monat aus dem Netz
herunter geladen. Über diese Downloads nehmen die Betreiber mit
kinderpornographischen Seiten monatlich Millionenbeträge ein. Dadurch werden
Kinder direkt und massiv gefährdet.
Die Verbände in diesem Bündnis fordern:
1. Internetseiten mit Kinderpornographie nach dem Vorbild der skandinavischen
Länder gesetzlich zu sperren.
2. Stärkung der Kompetenz von Kindern, Jugendlichen und Eltern im Umgang
mit neuen Medien und mit sensiblen Daten.
3. Dauerhafte Absicherung der Arbeit von Überwachungseinrichtungen wie
z.B. "jugendschutz.net", welches als gemeinsame Stelle der Länder
jugendschutzrelevante Angebote im Internet überprüft, auf die Einhaltung
von Jugendschutzbestimmungen hinwirkt und mit Internet-Beschwerdestellen
im europäischen und außereuropäischen Ausland kooperiert.
4. Um Kindern, die von sexueller Gewalt betroffen sind, wirksam zu helfen,
braucht es ein gut ausgestattetes Hilfesystem. Eine wesentliche Voraussetzung
dafür ist die ausreichende und regelhafte Förderung insbesondere
der Beratungsstellen und Schutzeinrichtungen.
Stuttgart, 6. Februar 2009
Unterschriftenaktion zum Thema
„Situation von Hausangestellten in Malaysia“
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