Unverzichtbar für die Ökumene - 60 Jahre Weltgebetstag in Deutschland

12.02.09 | 17:59 | 

Von: Lisa Schürmann, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,

Papua-Neuguinea steht 2009 im Mittelpunkt

Mainz/Stein. 6.2.2009. „Angesichts jüngster irritierender Signale aus Rom auch für die Ökumene betonen wir, dass Ökumene nicht allein Sache der Kirchenleitungen ist. Der Weltgebetstag (WGT) ist unverzichtbar für das gemeinsame christliche Zeugnis.“ Das sagte die Vorstandssprecherin des WGT, Sabine Harles, bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2008 am Donnerstag in Mainz. „Ökumene ist ohne den WGT nicht denkbar. Es engagieren sich nicht nur die großen christlichen Kirchen, sondern alle christlichen Konfessionen. Wir sind stolz auf unsere starke ökumenische Basisbewegung.“

Das Deutsche Weltgebetstagskomitee wird in diesem Jahr in Deutschland 60 Jahre alt. Deutschlandweit wurden die ersten Gottesdienste 1949 auf Initiative von Dr. Antonie Nopitsch, Gründerin und erste Leiterin des Bayerischen Mütterdienstes der Evangelisch-Lutherischen Kirche, gefeiert. Das Jubiläum wird im kommenden November in Stein bei Nürnberg, dem Sitz des WGT in Deutschland, mit einem Festakt und einer Fachtagung gefeiert. Heute ist die Weltgebetstagsbewegung in Deutschland die größte weltweit, wie Harles weiter mitteilte. Wurden 1949 in Deutschland noch 10.000 Gottesdienstordnungen verschickt, so sind es heute eine Million.

Der WGT hat im vergangenen Jahr mit 2,7 Millionen Euro 194 Frauenprojekte in 71 Ländern gefördert. Das sind 200.000 Euro mehr als 2007. Jedes fünfte Projekt unterstützt von Gewalt betroffene Frauen. An Spendengeldern konnte die Organisation 2008 2,8 Millionen Euro einnehmen.

Mit der Kollekte aus den Gottesdiensten, der in diesem Jahr weltweit am 6. März gefeiert wird, werden in diesem Jahr insbesondere Projekte von Frauen in Papua-Neuguinea unterstützt, darunter die Arbeit von Organisationen in der ehemaligen Bürgerkriegsregion Bougainville.

Einheimische Frauen aus sieben Konfessionen haben die liturgische Feier für den diesjährigen Weltgebetstag unter dem Thema „Viele sind wir, doch eins in Christus“ vorbereitet. Ihnen sind die Versöhnung zwischen den Völkern ihrer Heimat und die Verbesserung der Situation der Frauen die größten Anliegen.

Der Weltgebetstag wird weltweit in über 170 Ländern jedes Jahr am 1. Freitag im März von vielen christlichen Konfessionen gefeiert. In Deutschland engagieren sich jedes Jahr etwa eine Million Menschen, Frauen und Männer, in dieser größten internationalen ökumenischen Basisinitiative. (2478 z)

Es können Bilder abgerufen werden. Bitte wenden Sie sich dazu und für weitere Informationen an:

Deutsches Weltgebetstagskomitee e.V.

Petra Heilig, Geschäftsführerin, Tel. 0911/6806-301,
E-Mail: heilig@weltgebetstag.de oder
Lisa Schürmann, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
E-Mail: schuermann[at]weltgebetstag.de, Tel. 0911/6806-307
oder Sabine Schleiden-Hecking, E-Mail: text[at]shmedien.de, Tel. 0241/875081

Hrsg. Deutsches Weltgebetstagskomitee, Deutenbacher Str. 1, 90547 Stein, Tel, 0911/6806-301, E-Mail: weltgebetstag[at]weltgebetstag.de, www.weltgebetstag.de


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