Mit 100 % der Stimmen der Delegierten der Mitgliedsorganisationen des Landesfrauenrats (LFR) wiedergewählt kann sich Angelika Klingel auf eine breite Basis stützen, wenn sie für die kommenden drei Jahre den frauenpolitischen Aufbruch in Baden-Württemberg weiter voranbringt.
Angelika Klingel, Kandidatin der Evangelischen Frauen in Württemberg und Baden, und beruflich Geschäftsführerin der Evangelischen Müttergenesung in Württemberg, leitet ehrenamtlich das größte frauenpolitische Netzwerk im Land. Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg vertritt die Interessen von mehr als zwei Millionen organisierten Frauen aus 52 Verbänden.
Zur zweiten Vorsitzenden und erstmalig in den Vorstand wählte die Versammlung am 12. November in Stuttgart Marie-Luise Linckh, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Land-
Frauenverbände Baden-Württembergs.
In Anbetracht der Diskussion um Frauenquoten und noch immer nicht zufrieden stellenden Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie, insbesondere auch Pflegetätigkeiten und Beruf, sei politische Arbeit für die Anliegen von Frauen wichtiger als zuvor, so Angelika Klingel. Doch auch neue Herausforderungen stellen sich. Die Delegiertenversammlung ist einstimmig einem Leitantrag des Vorstands gefolgt, in den kommenden Jahren die von der Regierungskoalition angekündigte ökologische und soziale Modernisierung Baden-Württembergs aktiv fordernd zu begleiten. Es gelte, hier verstärkt die Perspektiven von Frauen einzubringen. Denn Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik sind nicht geschlechtsneutral. „Frauen sind als Produzentinnen, z.B. in der Landwirtschaft, als Konsumentinnen, als Energienutzerinnen, als Entscheiderinnen, z.B. in der Kommunalpolitik, und auch von gesundheitlichen Folgen auf vielfache und spezifische Art betroffen“, erläutert Angelika Klingel. „Daher erwartet der LFR, dass die Regierungsparteien etwa durch das Gender Budgeting in der Ausgabenpolitik, durch Beteiligung von mehr Frauen an Entscheidungsprozessen und durch ein Gender Mainstreaming bei der Umsetzung der Maßnahmen Geschlechtergerechtigkeit gewährleisten.“
Als weiteres Thema wird den LFR künftig stärker beschäftigen, welche Wege es aus der Frauenarmut
gibt. Hier sollen die in den Mitgliedsverbänden vorhandenen Kompetenzen und Gute-
Praxis-Beispiele gebündelt werden.
Als LFR-Vorsitzende für 2012-2014 gewählt:
Marie-Luise Linckh, Angelika Klingel
Vorstandsteam 2012-2014
Als Erste Vorsitzende einstimmig wiedergewählt:
Angelika Klingel Evangelische Frauen in Württemberg und Baden
Als Zweite Vorsitzende neu in den Vorstand gewählt:
Marie-Luise Linckh Arbeitsgemeinschaft der LandFrauenverbände Baden-Württembergs
Als Schatzmeisterin neu in den Vorstand gewählt
Nicole Rietz Berufsverband der Meisterinnen und Meister der Hauswirtschaft Baden-Württemberg e.V.
Als Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit neu in den Vorstand gewählt:
Claudia Sünder Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Baden-Württemberg
Beisitzerinnen
Monika Bormann - neu - Frauen Union der CDU Baden-Württemberg
Dorothea Maisch - neu - Landesverband der Arbeitskreise Unternehmerfrauen im Handwerk Baden-Württemberg e.V.
Erneut kandidiert haben und wieder gewählt wurden die bisherigen Beisitzerinnen:
Samia Drissi Deutscher Ingenieurinnenbund e.V.
Ingrid Fischer ZONTA International
Manuela Rukavina DGB-Frauen Baden-Württemberg
Pressemitteilung als PDF
10. – 15. April 2012
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