Unter der Überschrift ‚Durchkreuzte Wege’ fand in der Stuttgarter Innenstadt der 4. Ökumenische Frauenkreuzweg statt.
Er wurde von Karin Lindner, Pfarrerin der Evangelischen Frauen in Württemberg und Susanne Herzog, Geistliche Begleiterin bei den katholischen Frauensozialverbänden SKF und InVia entwickelt.
Mit 220 Frauen und einigen Männern erlebte der Kreuzweg einen neuen Teilnahmerekord.
Stationen zur Finanzkrise und Existenzsicherung von Frauen, zur Gründerin der sozialkaritativen Frauenarbeit Mathilde von Dellingshaus und zu Ausbeutungsverhältnissen von Textilarbeiterinnen im Süden und Frauenarbeit in deutschen Discountergruppen nahmen aktuelle politische Themen auf . Ungewöhnliche Orte wie die Stuttgarter Börse, die Freifläche gegenüber dem Katharinenhospital und ein Supermarkt in der Passage des Boschareals wurden zu liturgischen Stationen. Die biblischen Passionstexte rücken auf dem Hintergrund der aktuellen Leiderfahrungen von Frauen nahe, das Leiden Christi wird gehört als solidarische Referenz zu heutigen Leidensgeschichten.
Die Musik der Saxophonkünstlerin Nikola Lutz interpretierte und vertiefte das Gesagte.
Die große Resonanz auf dieses Angebot zeigt das Bedürfnis diesen zentralen, aber für viele schwierigen kirchlichen Feiertag in anderer Form zu begehen.
Die Texte und Organisationshinweise zum Ökumenischen Frauenkreuzweg werden als Materialsammlung digital zur Verfügung gestellt, da sich der Stuttgarter Frauenkreuzweg als Modellprojekt versteht. Das Material wurde von Frauengruppen und Pfarrämtern ca. 50 Mal abgerufen.
Das Modell wurde, soweit uns bekannt, bereits aufgenommen und umgesetzt in Ludwigsburg, Tübingen, Kirchberg an der Jagst, Bad Boll.
Hier finden Sie einen Bericht vom Frauenkreuzweg in Kirchheim/Jagst
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