Treffen der Referentinnen für gemeindebezogene Arbeit auf Bundesebene

Zukunft des Ehrenamts

Vom 12.-13.03.2018 hat in Hannover der Soester Gesprächskreis getagt. Eingeladen vom Dachverband Evangelische Frauen in Deutschland (EFiD) treffen sich dort einmal im Jahr aus allen Mitgliedsverbänden die Referentinnen für gemeindebezogener Arbeit, dabei sind alle deutschlandweiten Landeskirchen repräsentiert.

Es gab regen Austausch zu den sich in vielen Landeskirchen verändernden Strukturen, die Rolle des Ehrenamtes wurde diskutiert mit Fragen wie:
Wie kann sichergestellt sein, dass im Ehrenamt genügend Gestaltungsspielraum bleibt, wenn gleichzeitig oft der Nachwuchs fehlt und Aufgaben zunehmend im Hauptamt übernommen werden (müssen?). Gibt es hier eine ‚Entmachtung des Ehrenamtes‘? Eine Diskussion, die uns weiter begleiten wird.

Ein weiteres großes Thema war ‚Antisemitismus im Aufwind – was tun?‘ Hier gab die Referentin Michaela Fuhrmann, Leiterin der Politischen Abteilung beim Zentralrat der Juden in Deutschland (Berlin) höchst interessante Einblicke in das aktuelle jüdische Leben in Deutschland.
So sind die jüdischen Gemeinden in Deutschland in den letzten 20 Jahren durch Zuzug aus Russland stark angewachsen, es gibt wieder ca. 100 000 aktive Gemeindemitglieder deutschlandweit.
Gleichzeitig, so Frau Fuhrmann,  gibt es durchschnittlich 4 antisemitische Straftaten pro Tag. Durch diese Bedrohung ziehen es viele Juden im Alltag vor, sich nicht nach außen erkennbar zu geben.

Eine Chance zum Abbau dieses Antisemitismus sieht der Soester Gesprächskreis in Veranstaltungen, in dem persönliches Kennenlernen von Mitgliedern der verschiedenen Religionen ermöglicht wird. Bei den evangelischen Frauen suchen wir diesen Kontakt zum Beispiel im interreligiösen Frauenmahl.

Für März 2019 ist das nächste Treffen geplant.

Maren Dechant

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