Landesgeschäftsstelle wird saniert

Die Landesgeschäftsstelle EFW befindet sich vom 15.04. – 05.06.2016 in Generalsanierung.

Die Sekretariate werden innerhalb des Hauses arbeiten und sind über die üblichen Telefonnummern erreichbar.Die Referentinnen arbeiten vom Homeoffice aus und sind am besten über Mail oder über das zentrale EFW-Sekretariat unter der Telefonnummer 0711 229363-220 oder

Herzlichen Dank, Ihr EFW-Team

efw[at]elk-wue.de erreichbar. Für die Unwägbarkeiten in dieser Zeit bitten wir um Verständnis.

 

 

Im Übergangsbüro während der Sanierung

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Arbeit mit geflüchteten Frauen in Kirchengemeinden - Veranstaltung in Stuttgart

„Respekt vor der Individualität des Einzelnen! Mir ist heute wieder deutlich geworden, dass jede und jeder mit Fremdheit anders umgeht, umgehen darf.“ So das Fazit einer der 35 Teilnehmerinnen, die kürzlich an der Auftaktveranstaltung „Verschiedenheit bereichert!? Fortbildung zu interkultureller Orientierung“ in Stuttgart teilgenommen hat.

Frau Jana Mokali, Fachstelle Interkulturelle Orientierung der Diakonie Württemberg, zeigte in einem erhellenden Überblick die Reaktionen von Politik und Gesellschaft auf die Migrationsbewegungen nach Deutschland der letzten Jahrzehnte auf und stellte die gegenwärtige Situation in einen größeren Zusammenhang.

Hauptamtliche und Ehrenamtliche, mit oder ohne praktische Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit, aus der Nähe von Stuttgart und bis von Biberach, im Engagement mit Mutter-Kind-Treffs und verschiedenen Frauengruppen – so vielfältig und verschieden die Teilnehmerinnen, so bunt war das Programm des Nachmittags. Beim Rollenspiel unter Anleitung von Frau Inge Mugler, Fachreferentin Interkulturelle Orientierung,  wurde uns allen deutlich, dass unsere eigene Einstellung und Haltung zu Fremdheitserfahrungen unseren Umgang mit geflüchteten Menschen bestimmt.

Wie gehen wir mit der Spannung zwischen Toleranz und Anpassung um? Wo liegt die Grenze zwischen Kulturgepflogenheiten und Unhöflichkeit? Dies waren nur zwei von vielen Fragen, die es zu diskutieren, für sich zu klären und im Austausch miteinander fruchtbar zu machen gilt. Auf die eigene Situation am Ort oder Bezirk abgestimmt, mit weiteren kreativen und informativen Modulen erweitert, kann diese Fortbildung abgerufen werden, Termine mit der Fachstelle Interkulturelle Orientierung der Diakonie Württemberg abgestimmt und auf Wunsch mit Unterstützung von EFW organisiert werden. Wir freuen uns auf eine Folgeveranstaltung im nächsten Jahr, die den Rahmen für einen Austausch über gelungene Beispiele in der Arbeit mit und für geflüchtete Menschen, im Besonderen mit Frauen,  bieten kann.

Lore Raudonat, 11.04.2016

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EFW-Vertreterin Saskia Ulmer bei der UN-Frauenrechtskommission in New York

Saskia Ulmer, Referentin Frauenpolitik und Verbandsarbeit der EFW, ist in New York bei der 60. UN-Frauenrechtskommissionssitzung.

Sie berichtet uns hier aus New York:

Auch an Tag zwei war ich wieder früh wach, so dass ich in Ruhe die Veranstaltungen für den Freitag auswählen konnte. Dieses Mal entschied ich mich für „ Gender und Medien“, „ Gewalt gegen Frauen an den Wurzeln bekämpfen“ und „Sicherere Städte für Frauen – Öffentlicher Raum und Gender“. Die Auswahl habe ich so getroffen, da ich mir Zugang zum Thema Gender über unerhoffte und horizonterweiternde Aspekte und Sichtweisen erhoffte. Das sollte gelingen.

Gender und Medien

Los ging es mit dem Thema „Frauen in den Medien“. Frauen sind dort gleich doppelt unterrepräsentiert, einmal in den Führungsebenen der Medien und zum zweiten als Repräsentierte durch die Medien. Dies bedingt sich natürlich auch gegenseitig – wenn es keine Frauen auf Führungsebene gibt, die sich dafür einsetzen, dass starke Frauen auch entsprechend in den Medien vorkommen, dann geschieht das auch nicht. Die Rolle der Frauen in den Medien ist deshalb noch immer diejenige, die sich die leitenden Männer für sie vorstellen. Die Sprecherinnen in dieser Sitzung waren allesamt sehr beeindruckende Frauen: Phumzile Mlambo-Ngcuka, Under-Secretary General und Executive Director der UN-Women, die betonte, dass die Darstellung in den Medien ein Game-Changer für die Genderthematik ist, da gerade die Medien uns extrem prägen. Außerdem bemängelte sie genau deshalb, dass Medien und Gender kein Teil der SDGs (Ziele zur nachhaltigen Entwicklung) sind, obwohl gerade hier besonders viel Einfluss ausgeübt werden kann. Jinsook Lee, die Präsidentin und erste und einzige CEO im Bereich der Medien in Korea, zeigte auf, dass es essentiell sei, Stereotypen zu bekämpfen, um gender-sensible Rollenbilder zu schaffen  – der Weg dahin führe über internationale Partnerschaften. Esther Park, ebenfalls Koreanerin und die erste und noch einzige weibliche Auslandskorrespondentin in Korea: Sie hob hervor, dass es in Korea durchaus einen Trend zum positiven gegeben hat und mehr Frauen auch auf Führungsebene sitzen – im Vergleich aber eben immer noch sehr, sehr viel weniger, so dass ihre Schlussfolgerung ist, dass wir den Trend zu mehr Frauen auf allen Ebenen der Medien aktiv stärken und pushen müssen. Zuletzt sprach noch Colleen Lowe Morna aus Dänemark. Sie ist Chief Executive Office of Gender Links und Vorsitzende der globalen Allianz zum Thema Medien und Gender (GAMAG). Eine beeindruckende Frau, die engagiert und doch sehr überlegt und differenziert darlegte, dass wir die Veränderung nur dann schaffen können, wenn gendersensibles Verhalten ein Teil der Ausbildung für alle in den Medien tätig Werdenden wird. Außerdem befand sie als unabdingbar, dass die Gesellschaft selbst Einfluss auf die Medien ausüben könne und die Entscheidungen der Führungselite in Frage stellen könne. Ein aufschlussreicher Vortag und interessante Frauen – manchmal fühle ich mich etwas klein und unwichtig neben diesen Frauen, bis wieder einmal gesagt wird, dass die einzige sinnige Arbeitsweise von unten nach oben ist und deshalb die Basisarbeit die Grundlage aller Erfolge ist.

hier geht der Bericht weiter...

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Jahresprogramm EFW 2016

Mit dem Jahresprogramm der Evangelischen Frauen in Württemberg 2016 laden wir Frauen ein, sich in vielfältigen Kursen und Bildungsangeboten mit Glaubens- und Lebensfragen auseinanderzusetzen. Für ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen in der Frauenarbeit von Kirchengemeinden und -bezirken finden Sie aktuelle Fortbildungsangebote.
Hier können Sie das Jahresprogramm herunterladen.

Wir freuen uns auf Ihr Interesse und schicken Ihnen gerne Exemplare des Programms zu: efw[at]elk-wue.de.

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Evangelische Frauen in Württemberg (EFW) - Wir über uns

Evangelische Frauen sind vielfältig aktiv: als Ehren- und Hauptamtliche, in Gemeinde und Verband, in Kirche und Diakonie und in der Gesellschaft. Das landeskirchliche Werk „Evangelische Frauen in Württemberg“ (EFW) bündelt dieses Engagement.  Die EFW-Landesstelle versteht sich landeskirchenweit als Servicestelle für die Arbeit von und mit Frauen und ihren Organisationen und unterstützt Sie gerne. Wir beschäftigen uns aus Frauensicht mit Glaubens- und Lebensfragen und wirken als Interessensvertretung evangelischer Frauen an der Gestaltung von Kirche, Diakonie und Gesellschaft mit.

Wir laden Frauen ein, sich selbst und einander zu begegnen, sich neugierig, mitteilend und kontrovers mit Glaubensfragen auseinanderzusetzen und  sich mit uns kirchen- und gesellschaftspolitisch für gelingendes Leben zu engagieren. Unsere diakonischen Arbeitsfelder der Müttergenesung und Familienpflege richten sich insbesondere an junge Familienfrauen, die aus verschiedenen Gründen Unterstützung benötigen.

Mit unserer Frauenbildungsarbeit laden wir ein zum Sehen, Hören und Reden rund um Bibel, Glauben und Lebensfragen ein und bieten Fortbildungen für ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen.

Unsere Angebote richten sich grundsätzlich an alle Frauen unserer Landeskirche. Darüber hinaus gibt es spezielle Angebote für ehrenamtlich in Frauengruppen engagierte Frauen und Mitarbeiterinnen in den Bezirksarbeitskreisen Frauen.

Evangelische Frauen in Württemberg verstehen sich zudem als solidarische Gemeinschaft. Teilen auch Sie: über das jährliche Projekt des EFW-Solidaritäts-€uros oder dem Fonds „Frauen für Frauen“, mit dem wir Frauen in schwieriger finanzieller Situation die Teilnahme an unseren Veranstaltungen ermöglichen wollen.

Das aktuelle Jahresprogramm können Sie hier herunterladen.

Landesfortbildungstag der Mutter-Kind-Arbeit in Stuttgart am 30. April

Werte und Rituale prägen unser Leben. Bei der Fortbildung geht es mit kreativen und spielerischen Methoden um die Frage, wie ein "Wert-volles" Familienleben gestaltet werden kann. Nähere Informationen finden Sie im Flyer.

Spirituelle Wanderungen über Himmelfahrt in Bad Urach, 4. bis 6. Mai

Über Himmelfahrt sind Frauen jeden Alters eingeladen, den Blick zu weiten und aufzutanken bei spirituellen Wanderungen und Impulsen im Stift Urach und um Urach herum. Den Alltag hinter sich lassen, mit Leib und Seele wieder in Einklang kommen, unterwegs sein in guter Gesellschaft, was braucht es dafür mehr als die wohltuende Gastfreundschaft im Stift und ein Paar feste Schuhe?
Nähere Informationen unter www.stifturach.de.

Gottesdienst und Bühnenprogramm am Tag der weltweiten Kirche am Pfingstmontag, 16. Mai, Stiftskirche Stuttgart

Landesbischof Frank Otfried July lädt herzlich zum Tag der weltweiten Kirche rund um die Stiftskirche ein. Um 11 Uhr wird in der Kirche Gottesdienst gefeiert. Ab 12.30 Uhr gibt es Mittagessen mit Spezialitäten aus aller Welt. Auf der Bühne stellen sich ab 13 Uhr bis 15.30 Uhr Organisationen und Gemeinden vor. Auch der Württembergische Arbeitskreis Weltgebetstag stellt sich vor.

Klosterwochenende "Das Maß meines Lebens", 17. bis 19. Juni in Untermarchtal

Mit diesem Wochenende laden die Evangelischen Frauen dazu ein, eine Auszeit vom Berufs- oder Familienalltag zu nehmen, sich Zeit zu schenken, das eigene Leben vor Gott in den Blick zu nehmen und so das richtige Maß für sich selbst wieder neu zu entdecken. Sitzen in der Stille, Bewegung im Freien, Austausch mit anderen Frauen, liturgische Elemente und kreatives Gestalten sollen uns helfen, auf unser je eigenes Maß einzuschwingen und so gestärkt in den Alltag zurückkehren zu können.
Nähere Informationen finden Sie im Flyer.