Erika Stöffler

.. zu ihrem 75. Geburtstag

Ein Leben für die Arbeit mit Frauen - und, und, und ...

Erika Stöffler
Erika Stöffler

Erika Stöffler, geb. Schroth - Mitglied des SWR-Rundfunkrats und langjährige Vorsitzende der Frauenarbeit feiert am 1. Mai 2002 ihren 75-jährigen Geburtstag.

Die aus Brackenheim stammende Kirchen- und Medienfrau wurde 1927 geboren. Eigentlich war es ihr Wunsch, nach dem Abitur Medizin zu studieren, doch die unmittelbaren Nachkriegsverhältnisse wiesen ihr den Weg in einen sozialen Beruf. Nach zweijähriger Ausbildung zur Gemeindehelferin an der Diakonieschule Hoheneck war Erika Stöffler als sie Bezirksleiterin des Evangelischen Mädchenwerkes in Heilbronn von 1950 - 1955 tätig. Daran schloss sich ab 1956 ihr Engagement als Mitarbeiterin für die Schülerinnenarbeit beim Evangelischen Mädchenwerk Württemberg an. Sie rief an den Gymnasien Mädchenkreise ins Leben, organsiierte Schülerinnenfreizeiten.

Bereits Anfang der 50er Jahre griff sie persönliche und gesellschaftliche Anliegen junger Frauen und Mädchen auf.

1958 war sie Fulbright-Stipendiatin für das "Youth leaders exchange program" in Cleveland/Ohio, USA mit dem Schwerpunkt "soziale Gruppenarbeit". Die internationale Arbeit sollte sie ihr ganzes weiteres Leben und Arbeiten hindurch begleiten.

Im Anschluss an das Auslandsjahr heiratete Erika Stöffler den Pfarrer Eugen Stöffler, gemeinsam zogen sie drei Kinder groß.

Von 1962 - 1972 übernahm Erika Stöffler den Vorsitzende des Verbands Evangelischer Gemeindehelferinnen und Katechetinnen in Württemberg. Sie setzte sich für die berufstätigen Frauen innerhalb der Kirche ein. Als Pfarr- und später als Dekansfrau konzenterierte sie sich auf die Arbeit mit Pfarrfrauen. Ihre Seminararbeit mit diesen Frauen, die mit ihrer Rolle und den daran geknüpften Erwartungen oft nicht zurecht kommen, ging als "Leonberger Modell" ein.

Seit 1971 arbeitete Erika Stöffler als Vorstandsfrau der Frauenarbeit mit. Ab 1976 übernahm sie für 16 Jahre ihren Vorsitz. Als Vorsitzende der Frauenarbeit vertiefte sie ihr Engagement für gesellschaftliche und kirchliche Anliegen auf unterschiedlichste Weise und in verschiedensten Zusammenhängen:

Frauenarbeit und...

... Medienarbeit
Seit 1979 war Erika Stöffler Mitglied im Rundfunkrat des SDR, dessen stellvertretenden Vorsitz sie 1985 übernahm. Von hier aus wurde sie 1987 in den Programm-Beirat der ARD gewählt, auch hier übernahm sie den Vorsitz. Auch nach der Fusion zum SWR arbeitet Erika Stöffler im Rundfunkrat des SWR mit.

... internationales Engagement
Der Kontakt zur internationalen Frauenbewegung, die ökumenische Arbeit und das entwicklungspolitische Engagement waren ein wesentlicher Aspekt ihres Engagement. Erika Stöffler war seit je her aktives Mitarbeiterin des Weltgebetstages und Mitlied der Kammer für kirchliche Entwicklungsdienste.
Als Vorsitzende der Frauenarbeit war sie mehrfach Delegierte für Frauenweltkonfernezen und Weltkirchenkonferenzen, bereits seit 1963 war sie gewählte Delegierte beim Weltbund des YWCA. Ebenso engagierte sie sich als Mitglied des Finanzkomitees des Europäischen Forums Christlicher Frauen in Europa (ÖFCFE).

In allen Jahrzehnten ihres Lebens engagierte Sie sich neben Ehe und Familie in außergewöhnlicher und bewundernswerter Weise dafür, das Bewußtsein der Bevölkerung für die Problenme und Sorgen der Frauen zu wecken und zu sensibilisieren. Sie leistete einen wesentlichen Beitrag, die Stellung der Frau in Familie, Kirche und Gesellschat neu zu bewerten.

1985 verstarb ihr Mann. Ihm blieb es verwehrt, an den öffentlichen Ehrungen seiner Frau teilzunehmen:

  • 25. April 1992 Verleihung der Verdienstmedaille Baden-Württemberg
  • 17. Juni 1992 Verleihung der Johannes-Brenz-Medaille in Silber der Evangelischen Landeskirche in Württemberg
  • 18. November 1999 Verdienstkreuz am Bande für frauen- und medienpolitisches Engagement
  • und das Kronenkreuz der Diakonie.

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