Nachruf Magdalene Wieland

Mit großer Anteilnahme haben wir die Nachricht von Magdalene Wielands Tod aufgenommen. Frau Wieland wird stets als engagierte, kluge und zielstrebige Persönlichkeit in Erinnerung bleiben.

 

Mit uns Evangelischen Frauen in Württemberg war sie jahrelang als Vorsitzende des „Denkendorfer Verband der Diakoninnen und Frauen im kirchlichen Beruf e.V.“ verbunden.

 

1941 in Obertürkheim geboren, absolvierte sie ihre Ausbildung in der Frauenarbeitsschule und schloss 1964 ihre Ausbildung zur Diakonin bzw. Gemeindehelferin im Diakonieseminar Denkendorf ab. 1969 übernahm als Leiterin das Evangelischen Mädchenwerk in Ludwigsburg. Ab 1975 leitete sie die Evangelischen Familienbildungsstätte Ludwigsburg bis 2001. Seit 2004 hatte Magdalene Wieland den ehrenamtlichen Vorsitz für den „Denkendorfer Verband der Diakoninnen und Frauen im kirchlichen Beruf e.V.“ inne. In der verbandlichen Arbeit erfahren, leitete und führte Magdalene Wieland den Denkendorfer Verband bis zu dessen Auflösung im 100sten Jahr seines Bestehens 2015.

 

Sie verstarb überraschend am 31.05.2016 in Ludwigsburg.

Wir trauern um eine Kollegin, die sich engagiert für eine maßgeblich allein lebende Berufsgruppen im kirchlichen Raum eingesetzt hat. Wir gedenken Magdalene Wieland als musikalischer, intelligenter und lebenslang engagierter Frau.

 

Die Trauerfeier hielt Pfarrerin Ursula Ziehfuß, ehem. Pfarrerin der FrauenArbeit der Evang. Landeskirche in Württemberg.

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Nachruf Dr. Elisabeth Moltmann-Wendel

Die Evangelischen Frauen in Württemberg (EFW) trauern um die Tübinger Theologin Dr. Elisabeth Moltmann-Wendel. Sie ist am 7. Juni im Alter von 89 Jahren in Tübingen verstorben.

Die ausgewiesene protestantisch-feministische Theologin war der Arbeit der württembergischen kirchlichen Frauenarbeit stets eng verbunden. Als beratendes theologisches Mitglied des Vorstandes der FrauenArbeit (Vorgängerorganisation der EFW) hat sie die öffentlichen Diskussionen über die Etablierung der feministischen Theologie begleitet und geprägt.
Sie hat unsere feministisch-theologische Arbeit zu einem feministischen Abendmahls- und Taufverständnis begleitet und die thematischen Publikationen, wie z.B. das 1996 erschienene „Wir Frauen und das Herrenmahl“ und das 2004 erschienene „Ins Leben eintauchen! Feministisch-theologische Beiträge zur Taufe“ inspiriert und unterstützt.

Insbesondere die Diskussion um einen feministisch-theologischen Zugang zum Abendmahlsverständnis hat überregionale Kontroversen ausgelöst. Bei dem erstmalig durchgeführten Fernstudium Feministische Theologie 2005-2007 übernahm Dr. Elisabeth Moltmann-Wendel die Rolle der Schirmherrin für die Evangelischen Frauen in Württemberg.

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Stellenausschreibung EFW: Landesreferent/in für Gemeindebezogene Arbeit

Hier sehen Sie die aktuelle Stellenausschreibung der Evangelischen Frauen in Württemberg: Landesreferent/in mit Schwerpunkt Gemeindebezogene Arbeit.

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Evangelische Frauen in Württemberg entsetzt über Entscheidung in Lettland

EFW und Konvent Evangelischer Theologinnen in Württemberg

 

Unaufgebbar: Frauenordination ist Teil der reformatorischen Botschaft

Die Evangelisch-Lutherische Kirche Lettlands hat auf ihrer Synode im Juni

beschlossen, dass Frauen keine Pfarrerinnen mehr werden dürfen.

 

Nachdem über 80% der Kirchen im Lutherischen Weltbund die Frauenordination als Teil des Priestertums aller Getauften in ihr Kirchenverständnis aufgenommen haben, sind Tendenzen und Entscheidungen einer rückwärtsgewandten und Frauen diskriminierenden Kirchenpolitik im modernen demokratischen Europa als erschreckend zu betrachten. Die Entscheidung der lettischen Kirche wendet sich nicht nur gegen die bereits ordinierten Theologinnen, sondern auch gegen Frauen als Kirchenmitglieder und Kirchengemeinden als soziale Glaubensgemeinschaften, die in ihren Seelsorgemöglichkeiten, Wahl-, Entscheidungs- und Gestaltungsfreitheit damit klare Einschränkung erfahren.

 

Solche Entscheidungen machen bewusst, wie wichtig es ist, im Rahmen offizieller kirchlich-diakonischer Begegnungen die Frage des Geschlechterverhältnisses zu berücksichtigen und zu thematisieren.

 

Die Evangelischen Frauen in Württemberg halten es für dringend geboten, auf der Ebene der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) zu bewerten, welche Begründungszusammenhänge und Entscheidungsformen zu solchen Überlegungen und Entscheidungen führen.

 

Wir verweisen desweiteren auf die Pressemitteilung der Evang. Frauen in Deutschland.

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Gabriele Arnold wird Prälatin in Stuttgart

Die Bad Mergentheimer Pfarrerin Gabriele Arnold wird neue Prälatin in Stuttgart. Das hat der Landeskirchenausschuss der Evangelischen Landeskirche in Württemberg am Montag, 2. Mai 2016, beschlossen. Sie folgt auf Prälat Ulrich Mack, der im Oktober 2016 in den Ruhestand gehen wird.

Gabriele Arnold, 1961 in Stuttgart geboren, hat in Tübingen, Mainz und Berlin evangelische Theologie studiert und in Laichingen und Berlin ihr Ausbildungsvikariat gemacht. Nach Pfarrstellen in Hengstfeld (Dekanat Blaufelden) und Stuttgart ist sie seit 2009 Pfarrerin in Bad Mergentheim. Arnold ist verheiratet und hat drei Söhne.

Zur Prälatur Stuttgart gehören 254 Kirchengemeinden mit 560.580 Gemeindegliedern. Sie umfasst die vier Kirchenbezirke des Kirchenkreises Stuttgart sowie die Kirchenbezirke Bernhausen, Besigheim, Ditzingen, Esslingen/N., Kirchheim/T, Ludwigsburg, Marbach, Nürtingen und Vaihingen/Enz.
(Pressemeldung der Landeskirche Württemberg)

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Arbeit mit geflüchteten Frauen in Kirchengemeinden - Fortbildung vor Ort

„Respekt vor der Individualität des Einzelnen! Mir ist heute wieder deutlich geworden, dass jede und jeder mit Fremdheit anders umgeht, umgehen darf.“ So das Fazit einer der 35 Teilnehmerinnen, die kürzlich an der Auftaktveranstaltung „Verschiedenheit bereichert!? Fortbildung zu interkultureller Orientierung“ in Stuttgart teilgenommen hat.

Frau Jana Mokali, Fachstelle Interkulturelle Orientierung der Diakonie Württemberg, zeigte in einem erhellenden Überblick die Reaktionen von Politik und Gesellschaft auf die Migrationsbewegungen nach Deutschland der letzten Jahrzehnte auf und stellte die gegenwärtige Situation in einen größeren Zusammenhang.

Hauptamtliche und Ehrenamtliche, mit oder ohne praktische Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit, aus der Nähe von Stuttgart und bis von Biberach, im Engagement mit Mutter-Kind-Treffs und verschiedenen Frauengruppen – so vielfältig und verschieden die Teilnehmerinnen, so bunt war das Programm des Nachmittags. Beim Rollenspiel unter Anleitung von Frau Inge Mugler, Fachreferentin Interkulturelle Orientierung,  wurde uns allen deutlich, dass unsere eigene Einstellung und Haltung zu Fremdheitserfahrungen unseren Umgang mit geflüchteten Menschen bestimmt.

Wie gehen wir mit der Spannung zwischen Toleranz und Anpassung um? Wo liegt die Grenze zwischen Kulturgepflogenheiten und Unhöflichkeit? Dies waren nur zwei von vielen Fragen, die es zu diskutieren, für sich zu klären und im Austausch miteinander fruchtbar zu machen gilt.

Wir freuen uns auf eine Folgeveranstaltung im nächsten Jahr, die den Rahmen für einen Austausch über gelungene Beispiele in der Arbeit mit und für geflüchtete Menschen, im Besonderen mit Frauen,  bieten kann.

Fortbildung bei Ihnen vor Ort

Wir kommen gerne zu Ihnen in die Gemeinde oder in den Bezirk. Auf die eigene Situation am Ort oder Bezirk abgestimmt, mit weiteren kreativen und informativen Modulen erweitert, kann diese Fortbildung bei EFW abgerufen werden, Termine mit der Fachstelle Interkulturelle Orientierung der Diakonie Württemberg abgestimmt und auf Wunsch mit Unterstützung von EFW organisiert werden. Wir freuen uns über Ihr Interesse!

Kontakt: Lore Raudonat und Martina Liebendörfer, lore.raudonat@elk-wue.de martina.liebendoerfer@elk-wue.de

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Jahresprogramm EFW 2016

Mit dem Jahresprogramm der Evangelischen Frauen in Württemberg 2016 laden wir Frauen ein, sich in vielfältigen Kursen und Bildungsangeboten mit Glaubens- und Lebensfragen auseinanderzusetzen. Für ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen in der Frauenarbeit von Kirchengemeinden und -bezirken finden Sie aktuelle Fortbildungsangebote.
Hier können Sie das Jahresprogramm herunterladen.

Wir freuen uns auf Ihr Interesse und schicken Ihnen gerne Exemplare des Programms zu: efw[at]elk-wue.de.

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Evangelische Frauen in Württemberg (EFW) - Wir über uns

Evangelische Frauen sind vielfältig aktiv: als Ehren- und Hauptamtliche, in Gemeinde und Verband, in Kirche und Diakonie und in der Gesellschaft. Das landeskirchliche Werk „Evangelische Frauen in Württemberg“ (EFW) bündelt dieses Engagement.  Die EFW-Landesstelle versteht sich landeskirchenweit als Servicestelle für die Arbeit von und mit Frauen und ihren Organisationen und unterstützt Sie gerne. Wir beschäftigen uns aus Frauensicht mit Glaubens- und Lebensfragen und wirken als Interessensvertretung evangelischer Frauen an der Gestaltung von Kirche, Diakonie und Gesellschaft mit.

Wir laden Frauen ein, sich selbst und einander zu begegnen, sich neugierig, mitteilend und kontrovers mit Glaubensfragen auseinanderzusetzen und  sich mit uns kirchen- und gesellschaftspolitisch für gelingendes Leben zu engagieren. Unsere diakonischen Arbeitsfelder der Müttergenesung und Familienpflege richten sich insbesondere an junge Familienfrauen, die aus verschiedenen Gründen Unterstützung benötigen.

Mit unserer Frauenbildungsarbeit laden wir ein zum Sehen, Hören und Reden rund um Bibel, Glauben und Lebensfragen ein und bieten Fortbildungen für ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen.

Unsere Angebote richten sich grundsätzlich an alle Frauen unserer Landeskirche. Darüber hinaus gibt es spezielle Angebote für ehrenamtlich in Frauengruppen engagierte Frauen und Mitarbeiterinnen in den Bezirksarbeitskreisen Frauen.

Evangelische Frauen in Württemberg verstehen sich zudem als solidarische Gemeinschaft. Teilen auch Sie: über das jährliche Projekt des EFW-Solidaritäts-€uros oder dem Fonds „Frauen für Frauen“, mit dem wir Frauen in schwieriger finanzieller Situation die Teilnahme an unseren Veranstaltungen ermöglichen wollen.

Das aktuelle Jahresprogramm können Sie hier herunterladen.

Vortrag "Alternativer Organspendeausweis" 23.6., 19 Uhr, Hospitalhof Stuttgart

Die Zahl der Organspenderinnen und -spender in Deutschland steigt. Dennoch wird das Thema Organspende häufig nur einseitig beleuchtet und wichtige Fragen bleiben offen. Der Dachverband Evangelische Frauen in Deutschland haben deshalb eine Alternativen Organspendeausweis entwickelt, der zur Klärung der eigenen Position beitragen kann. Im Gegensatz zum „Standardausweis“ wird die Person, die Organe spendet, als sterbende Person gesehen. Das heißt, es geht zum Beispiel darum, wie Angehörige Abschied nehmen können. An diesem Abend berichten Expertinnen aus verschiedenen Blickrichtungen über das Thema. Eintritt 5 Euro, bitte abends in bar bezahlen.