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Mutter sein heute //


Mütter und Väter stehen heute vor vielen Herausforderungen. Uns ist es ein Anliegen, Frauen bei der Suche nach ihrer persönlichen Form, in der sie ihr Muttersein leben wollen, zu unterstützen. 


Das Mutterbild hat sich im Verlauf des letzten Jahrhunderts stark verändert. Mütter erleben es heute einerseits befreiend, größere Freiheiten zu haben. Andererseits stehen sie vor großen Herausforderungen, weil Partnerschaft und Kinder, Sorge für Eltern und Freundschaften, berufliche und andere Interessen in eine gute Balance gebracht werden wollen. Viele Eltern versuchen Fürsorge und Verantwortung für Kinder gemeinsam zu gestalten.
Arbeitsstrukturen, Rechtsverhältnisse, Erziehungstheorien und Rollenbilder machen es jungen Frauen und Männern aber schwer, hier ihren bzw. einen gemeinsamen Weg zu finden, traditionelle Mustern im Sinne einer eigenen, freien Entscheidung zu hinterfragen und neben das Recht auf einen vom Muttersein unabhängigen und eigenständigen Persönlichkeitsbereich nicht aus dem Blick zu verlieren.

Uns ist es ein Anliegen, Frauen auf ihrem Weg zu begleiten. Auch biblische bzw. theologische Impulse nehmen wir hierbei in den Blick. Zugleich setzen wir uns in unserer politischen Arbeit dafür ein, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie als öffentliches und gesellschaftspolitisches Thema wahrgenommen und diskutiert wird, das Männer und Frauen gleichermaßen betrifft.

Vortrag bei Ihnen vor Ort

Mütter in einer sich verändernden Gesellschaft – das ist ein Thema, mit dem sich die meisten Frauen früher oder später persönlich auseinander setzen müssen. Im Vortrag geht es darum, wie sich die Mütterrolle und die Erwartungen an Mütter verändert haben. Was war bei unseren Großmüttern noch anders? Welchem Erwartungsdruck mussten sie standhalten? Welche Freiheiten hatten sie? Und was erwartet unsere Töchter und Enkelkinder, welchen Anspruch haben wir an die „neue“ Müttergeneration? Diesen wichtigen Identitätsfragen sind wir auf der Spur.

Referentin: Saskia Ulmer, Frauenverbandsarbeit und Frauenpolitik

Literaturempfehlungen

Margot Käßmann, Mütter der Bibel

20 Porträts für unsere Zeit, Freiburg im Breisgau, 2010.

Mutter sein und einem Mutterbild entsprechen kann schwierig sein. Mindestens genauso schwierig kann es sein, nicht Mutter werden zu können. Das ging auch schon den Frauen in der Bibel so. Die Vielfalt der Mütterbilder ist groß, von der Rabenmutter, der Spätgebärenden, der Kinderreichen und der Adoptivmutter ist alles dabei. Margot Käßmann schlägt die Brücke zwischen den Müttern der Bibel und den heutigen Müttern.

Stefanie Körber: Moderne Frauen, Wien, POTT Verlag, 2013

Die heutige Frau hat so viele Optionen wie keine Generation vor ihr in Deutschland. Frauen können alles werden, zumindest in der Theorie. Was uns dabei im Weg stehen kann sind Vielfachbelastungen aber vor allem wir selbst mit überzogenen Ansprüchen. Keine Angst vor unseren Freiheiten haben, den richtigen Mann für unsere Lebensentwürfe finden, Sex den richtigen Stellenwert geben und uns selbst schön finden – auf diese Herausforderungen und Chancen der modernen Frau geht Stefanie Körber ein.

Susanne Garsoffky und Britta Sembach: Die Alles ist möglich-Lüge.

Wieso Familie und Beruf nicht zu vereinbaren sind, München, Pantheon Verlag, 2014.

Frauen stehen heute alle Türen offen? Das stimmt so nicht, meinen Susanne Garsoffky und Britta Sembach. Die angeblichen Möglichkeiten sind oft getarnte Mehrarbeit, statt „nur“ für Haushalt und Familie verantwortlich zu sein übernehmen Frauen heute zusätzlich die Rolle der Verdienerin, ohne an anderer Stelle entlastet zu werden. Die Autorinnen prangern die Vielfachbelastungen von Frauen an und mahnen, dass es so nicht funktionieren kann und darf. Insbesondere müssen Unternehmen auch einmal eigene Interessen der Gewinnmaximierung zurückstellen, um die Bedarfe ihrer Angestellten vermehrt zu berücksichtigen und diese zu unterstützen.

Familie. Bilder und Realität im Wandel

EFiD (Hrsg.): Arbeitshilfe zum Weitergeben, Hannover, Nr. 2 2012.

Mutter-Bilder im Wandel

EFiD (Hrsg.): Arbeitshilfe zum Weitergeben, Hannover, Nr. 1 2006.

Das perfekte Kind. Eine Streitschrift gegen den Anforderungswahn

Christiane Kohler-Weiß, Freiburg 2008. Das Buch ist noch antiquarisch erhältlich.
Klappentext: „Eltern wollen es richtig machen, natürlich! Aber der Anforderungsdruck ist gewaltig – und was ist eigentlich richtig? Musik im Mutterleib? Umfangreiche pränatale Diagnostik? Babyschwimmen? Stillen – wie lange? Fremdsprachen in der Kita? Ständig müssen Eltern entscheiden, sorgen, coachen, denn: möglichst perfekt soll es sein, das Kind genauso wie das ganze Leben. Darüber vergessen wir, dass es zunächst vor allem Vertrauen und Liebe sind, was wir brauchen. Über Wunsch, Machbarkeitswahn und Wirklichkeit, über Mütter, Väter und Kinderlose, über Traum und Realität des Kinderkriegens, über Glück und Klippen der Elternschaft – ein kluges, streitbares Buch gegen den Anforderungswahn.“

… und plötzlich heißt du Mama. Gedanken über einen großen Gott und deine kleine Welt

Georgia Mix und Elena Schulte, München 2011.
Die kurzen Texte und Geschichten berichten vom Alltag mit kleinen Kindern: lebensnah und erfrischend und immer spielt auch die religiöse Dimension eine Rolle.

Kontakt //

Telefon 0711 229363-220
efw(at)elk-wue.de

Downloads //

Links und Material //

//Verein Kind willkommen

Mit dem Notlagenfonds für Schwangere hilft der Verein Frauen in finanziellen Notlagen