75%-Kürzung des Evangelischen Zentrums Frauen und Männer beschlossen

Pressemitteilung

Mit ihrer Zustimmung zum Haushalt und der zustimmenden Kenntnisnahme der Finanzstrategie 2030 ist die EKD-Synode in ein radikales Sparprogramm eingestiegen. Das Kirchenamt sieht darin unter anderem die Reduzierung der Mittel des Evangelischen Zentrums Frauen und Männer um 75% vor, was der mittelfristigen Abschaffung dieser Arbeitsstelle gleichkommt.

„Es ist ein Fehler in Zeiten erstarkender antifeministischer, maskulistischer und genderfeindlicher Strömungen auf die professionelle Expertise einer profilierten evangelischen Arbeitsstelle sowie deren umfassendes Netzwerk zu verzichten“ stellt Dr. Eske Wollrad, Co-Geschäftsführerin des Ev. Zentrums Frauen und Männer fest. „Wir bedauern diese Entscheidung der Synode sehr und können sie nicht nachvollziehen“, so Wollrad.

Co-Geschäftsführer des Ev. Zentrums Martin Rosowski erklärt: „Aus unserer Sicht ist es für eine Kirche der Freiheit unverzichtbar, sich überkommenen Rollenstereotypen und geschlechtlichen Zuweisungen entgegenzustellen. Die Entscheidung der Synode enttäuscht uns. Sie bedeutet die Abkehr von einer theologischen Expertise, die geschlechtersensibel sowie intersektional und damit zukunftsweisend arbeitet und insbesondere Zielgruppen an der Basis empowert.“

Hannover, 11. November 2021

Hintergrund
Das Evangelische Zentrum Frauen und Männer deckt die in der Grundordnung der EKD verpflichtenden Arbeitsfelder der kirchlichen Frauen- und Männerarbeit ab. Es wurde im Jahr 2016 geschaffen, um den inhaltlichen, strukturellen und politischen Dialog von Frauen, Männern und anderen Geschlechtern in der Evangelischen Kirche stark zu machen. 

 

Evangelisches Zentrum Frauen und Männer gGmbH
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