Evangelische Frauen in Württemberg gegen Bluttest auf Down-Syndrom als Kassenleistung

Die Evangelischen Frauen in Württemberg stellen sich gegen das Vorhaben, dass der Bluttest auf Down-Syndrom zur Kassenleistung wird. „Wenn der Bluttest Regelleistung wird, befürchten wir, dass es Frauen noch mehr als bisher unter Druck setzt, den Test machen zu lassen. Frauen werden durch den Test verantwortlich dafür gemacht, Kinder ohne Behinderung auf die Welt zu bringen. Als Christinnen glauben wir, dass jedes Kind einzigartig und von Gott gewollt ist“, sagt Dina Maria Dierssen, Geschäftsführerin der EFW.

Die Kassenfinanzierung dieses Tests vermittelt nach Ansicht der Evangelischen Frauen die Botschaft, dass ein Kind mit Behinderung ein vermeidbares und zu vermeidendes Risiko sei. Wenn der Test zur Regelleistung werden sollte, würde das die werdenden Eltern verstärkt in den Konflikt für oder gegen ihr Kind stürzen. „Wir wollen, dass Kinder mit Behinderungen in unserer Gesellschaft willkommen sind und dazugehören“, so Dierssen.