Vielen Dank, liebe Brigitte Zirngibl

Interview mit der bisherigen stellvertretenden EFW Vorsitzenden

Können Sie sich noch ein Ihr allererstes Ehrenamt in der Kirche erinnern? Wer oder was war damals Auslöser*in?
Mein erstes Ehrenamt in der Kirche war Besuchsdienst in der Jugendabteilung des Unfallkrankenhauses in meinem Heimatort in Oberbayern schon während der Konfirmandenzeit und danach noch bis zum Abi. Junge Menschen mit Verbrennungen 3. Grades, Querschnittsgelähmte oder Amputierte mussten dort lange Monate bleiben. Die regelmäßigen Besuche waren für beide Seiten sehr bereichernd und haben mich nachhaltig geprägt.

Wie sind Sie auf die Arbeit der EFW aufmerksam geworden? Was hat Sie bewegt, sich bei EFW ehrenamtlich zu engagieren?
Durch unseren BAF in Reutlingen kam ich zu EFW. Ich arbeite gerne inhaltlich, dazu bietet EFW eine gute Plattform. Außerdem bin ich gerne an Wandlungsprozessen beteiligt.


Hatten Sie noch andere Ehrenämter (in der Kirchengemeinde und/oder im Kirchenbezirk, aber auch außerhalb)? Was hat Ihnen besonders Freude gemacht?
Es ist ja so, dass ein Ehrenamt viele weitere nach sich zieht. Besonders Freude macht mir die Mitarbeit im Leitungskreis Erwachsenenbildung im Bezirk Reutlingen.Mein Lieblingsamt von allen aber ist das Prädikantenamt. Das ist 100 % mein Ding! Predigen, Gottesdienste gestalten, neuerdings auch Online, das beglückt mich.

In den letzten Jahren waren Sie im Präsidium von EFW. Was hat dieses Ehrenamt besonders gemacht?
Es waren und sind unruhige, ungewisse Zeiten. Wandlungsprozesse sind überfällig, dazu bin ich eigentlich angetreten. Einiges konnten wir auf den Weg bringen. Aber es bleibt noch vieles ungelöst. Das fällt mir nicht leicht zu konstatieren, aber es ist Fakt. Durch häufigen Personalwechsel, der gut moderiert und gestaltet werden musste, blieb nach meinem Empfinden zu wenig Zeit für eine inhaltliche Neugestaltung der Arbeit von und für Frauen, sowohl was thematische Schwerpunkte als auch die Formate bei EFW anbelangt.

Was sind Höhepunkte aus der Zeit im Präsidium bei EFW, worauf sind Sie stolz?
Ganz klar, das Logo von EFW.
Ebenso auf die Einrichtung der Stabstelle für Öffentlichkeitsarbeit.


Was wünschen Sie EFW für die weitere Arbeit? Was wünschen Sie den neuen Präsidiumsfrauen?

EFW wünsche ich die Fähigkeit, auf rasante Veränderungen zeitnah zu reagieren, mit viel Kreativität und innerer Freiheit, ganz neue Wege zu gehen, strukturell, inhaltlich und im Format.
Ich wünsche den Frauen im neuen Präsidium, dass sie untereinander die belebende Kraft des Heiligen Geistes spüren, die Gedanken und Ideen freisetzt, eine gute Balance zwischen Altbewährtem und Innovation. Manches muss vielleicht nur ein neues Gewand bekommen, um wieder zeitgemäß zu sein. Andere Themen sind einfach neu und müssen erst durchdacht und entwickelt werden. Es wird bestimmt in Zukunft eine immer größere Herausforderung werden, wie man Ehrenamtliche gewinnen und bei der Stange halten kann. Dazu wünsche ich Gottes Segen!

Vielen Dank, liebe Brigitte