Thema

Weltgebetstag der Frauen //

Was ist der Weltgebetstag?


Der Weltgebetstag (WGT) ist eine globale Basisbewegung christlicher Frauen. Jedes Jahr gibt es ein neues Schwerpunktthema und -land. Frauen unterschiedlicher Konfessionen bereiten den Gottesdienst gemeinsam vor – im Herkunftsland und weltweit in den Gemeinden vor Ort. Der Gottesdienst wird immer am ersten Freitag im März in rund 170 Ländern gefeiert.


Ziele des Weltgebetstages

  • Die Lebenssituationen von Frauen in anderen Ländern kennen- und verstehen
  • Wege zueinander finden über Konfessionen, nationale Grenzen und kulturelle Unterschiede hinweg  
  • Miteinander beten und füreinander eintreten im Geist des gemeinsamen Gebets und der geschwisterlichen Einheit in Jesus Christus
  • Vor Ort die gemeinsame christliche Verantwortung als Frauen stärken
  • Unsere weltweite Solidarität deutlich machen durch Spenden für Frauenprojekte und durch Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland

Die Weltgebetstagsländer bis 2021

Philippinen (2017)
Surinam (2018)
Slowenien (2019)
Simbabwe (2020)
Vanuatu (2021)

Das Besondere am Weltgebetstag ist, dass rund um den Erdball 24 Stunden lang Beterinnen und Beter verbunden sind durch Lob, Anbetung, Klage, Trauer, Fürbitte und Verheißung in der gemeinsamen Gottesdienstordnung. Der Weltgebetstag schärft den Blick für die "eine Welt", in der wir leben und fordert zu notwendigem Handeln heraus, das in ganz konkrete Hilfe mündet und so Beten und Handeln als glaubwürdige Einheit erfahren lässt.

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Weltgebetstag 2017 von den Philippinen

Was ist denn fair?

Von den Philippinen kommt der Gottesdienst zum Weltgebetstag 2017, der weltweit am 3. März 2017 gefeiert wird. Verfasst wurde er von mehr als 20 christlichen Frauen unterschiedlichen Alters und aus allen Regionen des Inselstaates in Südostasien.

Der deutsche Titel des Gottesdienstes zum Weltgebetstag lautet: „Was ist denn fair?"

Die Philippinen sind ein Land der Extreme: auf der einen Seite beeindruckende Naturschönheiten und auf der anderen Seite zerstörerische Naturgewalten; starkes Wirtschaftswachstum, moderne Industrie, boomender Dienstleistungssektor stehen krasser Armut, Perspektivlosigkeit auf dem Land und in städtischen Slums gegenüber. Für viele Menschen auf den Philippinen stellt die Arbeitsmigration nach Übersee eine wirtschaftliche Notwendigkeit dar.

Exemplarisch lassen uns drei Frauen an ihren Lebensgeschichten teilhaben. Sie erzählen von den konkreten Auswirkungen globaler und nationaler Ungerechtigkeit in ihrem Alltag. In ihren Geschichten werden viele Fragen aufgeworfen, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Jedoch können sie Heilung und Veränderung bewirken, wenn wir sie hören. Im Ringen um mehr globale Gerechtigkeit hören wir auf die Botschaft in Jesu Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Matthäus 20; 1-16).

Wir feiern miteinander in der Hoffnung auf Gottes Gerechtigkeit und Großzügigkeit, wir sind eingeladen, unsere Verantwortung füreinander wahrzunehmen und auf Gottes Ruf nach Gerechtigkeit in der Welt zu antworten.

Termine in Württemberg im Überblick

Ökumenische Werkstatt für Multiplikatorinnen
14.-16.10.2016 Stuttgart-Giebel

Regionale WGT-Vorbereitungen 
05.11.2016 Stuttgart 
08.11.2016 Sindelfingen 
12.11.2016 Stuttgart
19.11.2016 Ulm 
22.11.2016 Schwäbisch Hall

Musikwerkstatt 
13.01.2017 Stuttgart
20.01.2017 Ulm

Bezirksvorbereitungen 
Termine sind über das Dekanat oder Pfarramt zu erfragen.

Gottesdienst am 3. März 2017 "Was ist denn fair?"

Eine Liste mit Referentinnen, die bei Ihnen vor Ort über den WGT 2017 berichten können, erhalten Sie bei margot.klinke@elk-wue.de oder lore.raudonat@elk-wue.de per E-Mail, oder per Post: 
Weltgebetstag, Postfach 10 13 52, 70012 Stuttgart, 
sowie telefonisch: 0711 / 22 93 63 - 215.

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Rückblick auf 2016: Internationaler Frauentag trifft Weltgebetstag

„Mein Bild von Kuba hat sich erweitert, spannend, aus erster Hand einen Einblick in den Alltag dort zu bekommen“ so die Stimme einer jungen Frau, die an der Veranstaltung „WGT trifft Internationalen Frauentag“ teilgenommen hat.

Mit 70 Frauen war die zum dritten Mal in Folge stattfindende Feier im Stuttgarter Rathaus zum Internationalen Frauentag gut besucht. Dora Arce-Valentín, Theologin aus Kuba und z.Zt. bei der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen in Hannover für Gerechtigkeitsfragen zuständig, erntete immer wieder verständnisvolles Kopfnicken, wenn sie von der Mehrfachbelastung der kubanischen Frauen sprach, von dem mühsamen Weg, das über Generationen erlernte Rollenverhalten zu hinterfragen und ohne schlechtes Gewissen und Schuldgefühlen, einen gleichberechtigten Platz in der Gesellschaft in Anspruch zu nehmen. Diese Probleme seien den Zuhörerinnen aus eigener Erfahrung wohl auch bekannt, bemerkte sie. 

Die Ausführungen des Leiters des Statistischen Amtes der Landeshauptstadt Stuttgart zu den zu erwartenden demografischen Entwicklungen stießen nicht nur bei den Stuttgarterinnen auf Interesse. Eine wachsende Zahl von hochbetagten und pflegebedürftigen Menschen, eine schrumpfende Zahl von Menschen, die sich um diese Bevölkerungsgruppe im informellen Rahmen kümmern wird, eine große Anzahl von Alleinerziehenden, hauptsächlich Müttern, waren einige der Fakten, die auch in Kuba zunehmend Probleme verursachen. 

„Wir haben in Kuba und Stuttgart wohl ähnliche Herausforderungen, aber die Lösungen sind verschieden. Deutschland wird die Probleme mit seinem finanziellen Reichtum lösen können, unser Reichtum liegt in unserer Resilienz, in unserem Erfindungsreichtum, im sozialen Umgang miteinander liegt unsere Stärke.“ So ein Fazit der Kubanerin.

Um Frauen gleichberechtigte Teilhabe im beruflichen und gesellschaftlichen Kontext zu ermöglichen, müssen die Aufgaben der Fürsorge für die Älteren und Kleinen auf mehreren Schultern verteilt werden. Spannende Entwicklungen zeigte Frau Dr. Matschke auf, als sie von Betrieben berichtete, die neben Kitas nun auch Tagespflegeplätze für Angehörige ihrer MitarbeiterInnen anbieten. Ein wichtiger Schritt zur Entlastung sei ein Abbau der Scheu, über diese Belastungen sprechen zu dürfen und im Gegenzug die Wertschätzung und Anerkennung von Care-tätigkeiten. Die Abteilung der Landeshauptstadt für Chancengleichheit von Frauen und Männern bietet viele Hilfs- und Beratungsangebote, die aus Unkenntnis oder Scheu nicht in Anspruch genommen würden.

Doris Köhncke, Leiterin des Fraueninformationszentrums Stuttgart, berät osteuropäische Pflegekräfte und Familien  mit Pflegebedarf in Baden-Württemberg, die fair und legal nach einer Lösung suchen wollen. Von „Globalen Sorgeketten“ wird gesprochen, wenn in Familien durch den Weggang der Mutter Lücken entstehen, die wiederum von Frauen aus wirtschaftlich schlechter gestellten Ländern gefüllt werden. Es benötigt Phantasie und Mut, um neue Modelle zu erproben, die die Last der Sorgearbeit auf mehrere Schultern verteilt, aber nicht abschiebt auf die Schwächsten in der Kette.

Das Beispiel Kuba zeigt, dass es viel Anstrengung und Einsicht braucht, um tief verwurzelte Rollenbilder aufzubrechen, dass ein Gesetz automatisch keine Veränderung bewirkt. 

Kubanische Rhythmen und stimmungsvolle Lieder über Liebe und Sehnsucht bereicherten den Festabend. „Gut, dass die Liedtexte auf Spanisch waren, ihr Inhalt entsprach nicht dem Anliegen der Frauen, die heute hier Abend miteinander diskutiert haben“ meinte lachend Dora Arce-Valentín, die trotzdem die ihr bekannten Lieder gerne mitgesummt hatte. Auch die Zuhörerinnen ließen sich davon nicht die gute Stimmung verderben und ließen den Abend bei Musik und Gesprächen am Panoramafenster mit Blick über das nächtliche Stuttgart ausklingen.

Lore Raudonat, 10.03.2016

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Kollekte bei den Weltgebetstagsgottesdiensten

Die WGT-Kollekte überweisen Sie bitte an

Weltgebetstag der Frauen - Deutsches Komitee e.V.
Postfach 1240, 90544 Stein

Mit dem Vermerk: WGT-Kollekte, PLZ und Ort
Kto. Nr. 400 45 40
Evangelische Kreditgenossenschaft eG, Kassel
BLZ 520 604 10
IBAN: DE60 5206 0410 0004 0045 40
BIC: GENODEF1EK1

Mit Ihrer Kollekte unterstützen Sie Frauen weltweit, dafür vielen Dank.

Kontakt //

Lore Raudonat, Referentin EFW und Geschäftsführerin WGT AG in Württemberg
Telefon 0711 229363-225 oder -215
lore.raudonat(at)elk-wue.de

Anita Lichti, Vorsitzende der WGT AG, Mennonitische Gemeinden in Deutschland, anita_lichti(at)yahoo.de

Veranstaltungen //

08.03.2017

Arbeitsmigration bewegt Frauen

Weltgebetstag trifft Internationalen Frauentag. Philippinen – Stuttgart


11.03.2017

FACHTAGUNG »BROT DES LEBENS!«

GESCHICHTEN ZUM SATTWERDEN IM GOTTESDIENST MIT KLEINKINDERN



TERMINE IN DEN DEKANATEN

Weltgebetstagsvorbereitungen 2017

Termine in den Dekanaten


Zusätzliche Materialien Werkstatt und Regionaltage //

Downloads //

Musikwerstatt Weltgebetstag

Herzliche Einladung an alle Frauen

Weltgebetstag 2017

Infobrief

Aktuelle Links //

Materialien //

Sie können umfangreiches Material bestellen bei unten angegebener Adresse:

MVG
Postfach 101545, 52015 Aachen
Telefon 0241 47986-300

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// ODER HIER PER E-MAIL

Vorankündigung //

2018 kommt der Weltgebetstag aus Surinam. Zur Vorbereitung auf das Land im Nordosten Südamerikas findet im Frühjahr 2017 eine Begegnungsreise nach Surinam statt. Die Reise ist bereits ausgebucht.

Nähere Informationen bei Lore Raudonat, EFW, lore.raudonat(at)elk-wue.de