Immer mehr Kinder leben in Armut

Das Netzwerk Alleinerziehendenarbeit Baden-Württemberg im Gespräch mit den Familienpolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Landtagsfraktionen zur Bekämpfung von Kinderarmut.
In Deutschland wachsen fast 2.5 Millionen Kinder in Armut auf. Tendenz steigend.
Besonders betroffen sind Kinder aus alleinerziehenden Familien. In Baden-Württemberg ist jede fünfte Alleinerziehende, mit 90% sind dies vor allem Frauen, und ihre Kinder von Armut betroffen.
In einem breiten und sehr engagierten Gespräch mit den familienpolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Landtagsfraktionen wurden Maßnahmen zur Bekämpfung von Kinderarmut diskutiert und auf den Weg gebracht.
Alle Beteiligten waren sich einig:
- Die beschlossene Änderung der Leistungsdauer im Unterhaltsvorschuss von 12 auf 18 Jahre, muss schnell und zügig umgesetzt werden. Eine Verzögerung ist nicht  hinnehmbar.
- Nicht gezahlter Unterhalt ist kein Kavaliersdelikt und trägt maßgeblich zur Kinderarmut bei. Hier braucht es dringend wirksame Mittel zur Durchsetzung.
In einem ersten Schritt möchten die familienpolitischen Sprecherinnen und Sprecher die Forderung des Netzwerks nach validen Daten zur Situation der Unterhaltszahlungen in Baden-Württemberg unterstützen und einen entsprechenden Antrag in den Landtag einbringen.
Weiterhin wurde ein regelmäßiger Austausch vereinbart.