Landessynode - Zur Zukunft der Kirche im ländlichen Raum

Schwerpunkthalbtag "Land in Sicht"

Die Landessynode hat im Rahmen der Frühjahrssynode vom 16. – 18. März 2017 in Stuttgart getagt.

Zum Schwerpunktthema „Land in Sicht, Kirche im Ländlichen Raum“ am 17.März 2017 waren  Gäste aus Kirche, Diakonie und Gesellschaft zum Gespräch eingeladen. Die Evangelische Frauen in Württemberg wurden vom Arbeitsbereich Frauen im Ländlichen Raum/Evang. Landfrauenarbeit durch Sylvia Dieter vertreten.

 

Kirchliche Arbeit benötigt eine funktionierende Infrastruktur für ein funktionierendes Gemeindeleben, damit Sängerinnen zum Kirchenchor, Kinder und Jugendliche zum Konfirmandenunterricht oder Kinderkirche, Mütter zur Mutter-Kind-Gruppe, Gemeindeglieder einen kurzen Weg zu Seelsorge und Predigtdienste haben. Dr. Schlegel von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Referent für Gemeinde und Seelsorge vertritt als Hauptreferent im weiteren die Thesen, mit den Herausforderungen des Ländlichen Raums innovativ und kreativ umzugehen. Kirche als gesellschaftlicher Player ist oft „letzter“ Ort der öffentlichen Begegnung, wenn Bäcker und Poststelle verschwinden. Mit Bezug auf Dorfmentalität und Lokalgeschichte, findet hier die Suche nach regionaler Identität und überschaubaren Sozialräumen statt. Für die Zukunft der Kirche bedeutet dies unter anderem, so Dr. Thomas Schlegel: „Kirche in ländlichen Räumen wird künftig vielfältiger sein, weil sich ländliche Räume immer disparater entwickeln werden und Menschen und Gegebenheiten vor Ort einen stärkeren Einfluss auf ihre Gestaltungen haben werden“. Sein Plädoyer der Vielseitigkeit beinhaltet einerseits flexible Formen kirchlicher Arbeit von mobiler Jugendarbeit bis hin zu Camps, sprich Formen von Kirche auf Zeit zu sein, andererseits die dringende Notwendigkeit einer Verbindlichkeit und Orte der Gemeinschaftspflege als ergänzenden Gegensatz, den er nicht als Mangel, sondern als Stärke betrachtet. Die Ergebnisse der sechs Arbeitsgruppen zu Teil-Themen Kirche im Ländlichen Raum zu sein: Gemeinwesenarbeit, Diakonie, Ehrenamt und Landwirtschaft wurden in die Ausschussarbeit verwiesen. Zentrale Themen des Begegnungsabends beleuchteten: die Bedeutung und Notwendigkeit der Landwirtschaft als Ernährerin von Stadt und Land, Dr. Clemens Dirscherl, Evangelisches Bauernwerk. Das Land als Wertegemeinschaft mit einer hohen Identifizierung und Bindung zur Kirche, welche ein großes Ansehen genießt, Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin, Ministerium im Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz. Für mehr Informationen zu diesem Thema - klicken Sie hier: <link internal-link internal link in current>//Frauen im ländlichen Raum