Mariane-Kraut-Frauen*förderpreis //


Mit dem Mariane-Kraut-Frauen*förderpreis zeichnen die Evangelischen Frauen in Württemberg (EFW) Frauen aus, die innovativ, kritisch und kreativ einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit aktuellen Frauenfragen geleistet haben. Beispielhaftes Engagement von Frauen und weibliche Lebensrealität sichtbar zu machen, sich mit Fragen weiblicher Biografien und Lebensplanung zu beschäftigen, diese unter religiöser Betrachtungsweise zu reflektieren und Perspektiven zu eröffnen, ist uns wichtig. 


Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre ausgelobt. Er finanziert sich aus Förderbeiträgen der EFW-Mitgliedsverbände und Spenden der EFW-Freundinnen.

Dieser Preis ist nach Mariane Kraut, der ersten Vorsitzenden der FrauenArbeit der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, einer Vorgängerorganisation der Evangelischen Frauen in Württemberg (EFW), benannt. Mariane Kraut leitete diesen Zusammenschluss evangelischer Frauenverbände von seiner Gründung 1923 bis 1935.

Thematischer Fokus für die Ausschreibung 2020/21

„Mütterlichkeit unterschiedlich leben. Aktuelle und feministische Perspektiven“ lautet das aktuelle EFW-Schwerpunktthema. Es kann in vielfältiger Weise aufgenommen werden, zum Beispiel im Blick auf die Vielfalt von Lebensformen und Elternschaft, Lebensentwürfe von Frauen, Auseinandersetzung mit Mutterbild und Mutterrolle, durch christliche, interreligiöse oder interkulturelle Aspekte von Mütterlichkeit oder intergenerative Ansätze.

Bewerbungs- /Nominierungskriterien //

Kandidatinnen für den Mariane-Kraut-Frauen*förderpreis der Evangelischen Frauen in Württemberg (EFW) sind

  • mindestens 16 Jahre alt,
  • im Raum der Evangelischen Landeskirche in Württemberg ansässig,
  • haupt- oder ehrenamtlich kirchlich, diakonisch oder gesellschaftlich engagiert,
  • haben sich durch Aktivitäten und Engagement nachweislich für Frauen und Mädchen hervorgetan und können dies dokumentieren und
  • sind Vorbild für andere Frauen und Mädchen, sich selbst mit frauenspezifischen Themen oder Fragenstellungen auseinander zu setzen.

Sie haben zum Beispiel

  • Frauengeschichte und Lebenswirklichkeit von Frauen sichtbar gemacht,
  • Frauenfragen in den Diskurs gebracht und zur Meinungsbildung angeregt,
  • Frauenaktivitäten oder Frauenbildungsarbeit gefördert,
  • sich für die Verwirklichung von Frauensolidarität eingesetzt und einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt aus geschlechtergerechter Perspektive geleistet.

Die Evangelischen Frauen in Württemberg (EFW) verstehen die Vergabe des Preises als Botschaft. Der Preis soll die öffentliche Aufmerksamkeit für Frauenfragen im evangelischen Kontext fördern sowie durch finanzielle Unterstützung und öffentliche Anerkennung helfen, engagierte Frauen als Vorbilder sichtbar zu machen und deren Anliegen voranzubringen.

Vergabekriterien und Formalien //

Einreichbar sind Projekte/Aktivitäten, die im Zeitraum vom 01.01.2018 bis zum Ende des Einsendeschlusses im Raum der Evangelischen Landeskirche in Württemberg durchgeführt wurden.

Frauen können nominiert werden oder sich selbst bewerben.

  • Der Preis wird ausschließlich an Frauen vergeben.
  • Inhalt der Bewerbung/Nominierung: Vorstellung der für die Würdigung vorgeschlagenen Frau und ihres Projekts/ihrer Aktivität sowie Begründung, warum diese Frau den Preis bekommen sollte.
  • Die Bewerbung/Nominierung ist per Post (Evangelische Frauen in Württemberg, Postfach 101352, 70012 Stuttgart) oder per E-Mail (efw(at)elk-wue.de) möglich.
  • Der Umfang sollte drei bis fünf DIN A4-Seiten betragen. Bitte nutzen Sie dazu das Formblatt „Bewerbung_Nominierung_Mariane-Kraut-Frauen*förderpreis_2020_2021“. Die Bewerbung per E-Mail sollte zwei Anhänge nicht überschreiten. Mediendateien (Clips etc.) können als Datei angehängt werden.
  • Die Mitgliedschaft in der Evangelischen Kirche ist keine Voraussetzung.

Die Jury kann eigenständig Frauen nominieren. Mitglieder der Jury und aktuelle Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle der Evangelischen Frauen in Württemberg (EFW) können nicht nominiert werden. 

Einsendeschluss ist der 31.03.2021

Geschichte des Mariane-Kraut-Frauen*förderpreis //

Die FrauenArbeit, eine der Vorgängerinstitutionen von EFW, setzte 1993 anlässlich ihres 70-jährigen Bestehens bei der Mitgliederversammlung den MARIANE KRAUT FRAUENFÖRDERPREIS ein, um Frauensolidarität bekannt zu machen und zu fördern. 

Preisträgerin 2002

Tritta* - Verein für feministische Mädchen_arbeit e. V., Freiburg für die „MädchenAktionsWoche in den Sommerferien 2001 im Rahmen der Aktionsreihe „Gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in der Unterwiehre“

Preisträgerin 1998

(1998 ausgelobt unter dem Thema „Initiativen von Frauen für Frauen“)
Ökumenischer Arbeitskreis Asyl-Remseck
für den „Sprachkurs für asylsuchende Frauen und Bürgerkriegsflüchtlingsfrauen in Remseck“

Preisträgerin 1994

(1994 ausgelobt unter dem Thema „Eigene Texte über religiöse Erfahrungen von Frauen in Geschichte und Gegenwart“)
Margarete Schultze für ihren Text „Der Gott im Birnbaum“

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